Geschichten über die vielen Seiten der Schuld hat Brigitte Tholen in ihrem Buch Schuld veröffentlicht. Das Wechselspiel der Schuld im ganz alltäglichen Leben wird hier in sechs ganz verschiedenen Geschichten auf phantasievolle Art und Weise beschrieben.
Schuld und Sühne, wie in der Geschichte “Wenn die Angst kommt” sind im Wechselspiel der Psyche von Frauen und Männern zu erleben. Statt offen und direkt Gefühle anzusprechen und Konsequenzen zu tragen, entsteht aus der Schuld des einen die Schuld des anderen. Die Schuld der Gier und Macht werden in “Nur ein Geschäft” eindrucksvoll beschrieben. Um seine Tochter zu versorgen, beschließt ein Vater ein Agreement mit einem Freund. Der Freund sieht das Geld und die schöne junge Frau. Die Konsequenzen treffen die Tochter. Aber ist die Tochter tatsächlich unschuldig? Die Schuld des einen zieht die schuldigen Taten des nächsten nach sich. Auf phantasievolle Art und Weise erzählt Brigitte Tholen die Geschichte einer jungen Frau, die vor ihrem Freund flieht und seine Nachstellungen fürchtet. Unvorstellbares geschieht der jungen Frau. Wünsche erfüllen sich von selbst und ein Wesen begleitet sie in den Tagen am Meer. Die Wendung der Geschichte überrascht und lässt den Leser verblüffen. (weiterlesen…)
Der neue Roman von Charlotte Link “Der Beobachter” wurde von ihren Fans mit Spannung erwartet und bietet wieder bewährte Spannung und viel Spaß am Lesen.
Samson hat Sehnsucht nach einem eigenen Glück, einer Familie und Geborgenheit. Aber das Leben meint es nicht so gut mit ihm. Pech in der Liebe und im Job lassen ihn verzagen. Er beginnt aus Enttäuschung seine Nachbarschaft zu beschatten und genau Buch über die Lebensgewohnheiten seiner Nachbarn zu führen. Die Nachbarfamilie erweckt mit ihrem scheinbar perfekten Leben sein besonderes Interesse. Gillian, Mann Tom und Tochter Becky leben das von Samson gewünschte Leben. Doch schon bald stellt er enttäuscht fest, dass auch in dieser Familie nicht alles perfekt ist. (weiterlesen…)
John Grisham ist bekannt für seine Justizthriller, in denen er sich mit der amerikanischen Gerichtsbarkeit und dessen Beeinflussung zum Beispiel durch Rassenhass oder Profitstreben von Firmen auseinandersetzt.
Der Roman “Das Geständnis” von John Grisham beginnt mit einem Geständnis. Reverend Keith Schroeder wird von Travis Boyette, einem verurteiltem Sexualstraftäter aufgesucht. Im Gespräch gesteht der schwerkranke Mann den Mord an Nicole Yarber und gibt Hinweise zum Auffinden der Leiche. Verurteilt für den Mord an dem weißen texanischen Mädchen wurde der Schwarze Donte Drumm. Dieser hatte immer wieder seine Unschuldigkeit beteuert. Nur vier Tage vor der Hinrichtung durch die Todesspritze bestätigt Boyette mit seinem Geständnis die Beteuerungen von Donte Drumm und setzt den amerikanischen Justizapparat erneut in Bewegung. (weiterlesen…)
Der in Dänemark bereits im Jahr 1997 veröffentlichte Roman “Das Alphabethaus”, geschrieben vom Skandinavier Jussi Adler-Olsen, erscheint Ende Jänner 2012 nun auch in Deutschland.
Bei diesem politischen Krimi handelt es sich allerdings nicht um das aktuellste Werk des Autors, sondern um sein erstes Buch, das auch in Südamerika, Spanien, den Niederlanden, Norwegen, Finnland und Schweden veröffentlicht wurde. In Adler-Olsens Heimatland Dänemark hielt sich die Begeisterung über den Erstling damals allerdings in Grenzen, während es im Ausland großen Anklang fand und in Spanien und den Niederlanden sogar die Bestsellerlisten eroberte.
Erst nach Adler-Olsens großem Durchbruch mit dem 2008 in Dänemark und 2010 in Deutschland erschienenen Roman “Schändung” wurde man auch bei uns auf den dänischen Autor aufmerksam. (weiterlesen…)
Lakonisch, bissig, sentimental – all das verspricht der Klappentext auf dem neuen Buch ‘Die Tote von der Placa once’ von Ernesto Mallo. Obwohl ich nicht der größte Fan von Kriminalromanen bin, hat mich das Buch sehr schnell interessiert. Nicht zuletzt wegen der positiven Presseberichte, den Rezensionen und dem Thema des Krimis.
Der Inhalt ist schnell zusammen gefasst: Ernesto Mallo entführt seine Leser in diesem Roman nach Argentinien in die 70er Jahre. Hauptfigur ist Comisario Lascano, der während des Terrors einer Militärjunta versucht, sich irgendwie durchzuschlagen. Er verliebt sich in Eva, einem Mädchen aus dem suversiven Untergrund. Eigentlich schon genug damit beschäftigt, einen Mordfall aufzuklären, versucht er nun auch, sie zu beschützen. Immer auf der Flucht vor Todeskommandos, die ihn quer durch Buenos Aires jagen.
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Die Idee ist ganz banal: Drei Freunde machen sich voller Enthusiasmus an den Ausbau eines verlassenen Hauses in einem leer stehenden Dorf. Die Geschichte wird sehr schnell überschattet von merkwürdigen Geschehnissen, es passiert so manches, das logisch nicht zu erklären ist. Oder vielleicht doch? Gerüche sind schließlich nur Gerüche, Handyakkus können sich entladen, Gegenstände mit scheinbarem Eigenleben wurden meist unbewusst verräumt. Aber wie sind Schritte zu erklären, wo keine Menschen sind? Warum wurde das Dorf eigentlich verlassen? Was ist bloß auf dieser Insel passiert?
Es gibt kein Umfeld, in dem ein Krimi besser angesiedelt ist als in Island: Wenn die Atmosphäre droht, zu freundlich zu werden, braucht es nur die Beschreibung der einsamen Landschaft, um den Leser in die Atemlosigkeit zurückzuwerfen. (weiterlesen…)
Kate Atkinson wurde schon für ihre Erzählkunst preisgekrönt, für die lakonische Ironie ebenso typisch ist wie ein Erzählfaden, in dem nichts ist, wie es scheint.
Schon das Cover ihres neuen Krimis “Das vergessene Kind” täuscht eine heile Welt vor. Eine heile Welt, die nichts zu tun hat mit dem wirklichen Leben des kleinen Mädchens, das da so hübsch ins Bild gesetzt wird. Warum schaut sie uns nicht an?
Auch die restlichen Protagonisten dieser Geschichte leben nicht in heilen Welten. Ein Adoptivkind sucht nach über 30 Jahren endlich seine Wurzeln, ein vom Schicksal gebeutelter Privatermittler kann wenigstens einen Hund retten, der von nun an sein bester Freund wird … Eine Gesetzesvertreterin will ein Kind retten, nachdem sie vor langer Zeit versäumt hat, einem anderen Kind durch Adoption ein ertragbares Leben zu schenken. Also kauft sie das Kind, aber das ist moralisch verwerflich und eine Straftat, ihr Gewissen meldet sich sehr bald. (weiterlesen…)
Das FBI gerät in höchste Alarmbereitschaft: Ein Geiselnehmer verlangt, sofort die Ermittlerin Darby McCormick zu sprechen. Anderenfalls will er ein Haus mit einer gefangenen Familie in die Luft jagen. Darby erscheint unverzüglich und erlebt eine böse Überraschung. Der Geiselnehmer ist kein Unbekannter, sondern Charlie Rizzo – vor zehn Jahren wurde er entführt und vergeblich von ihr gesucht. Seine Geisel sind seine eigenen Familienmitglieder. Sein Vater Mark soll in eine schreckliche Tat verwickelt sein – doch ehe Charlie Darby Genaues sagen kann, stürmt eine SWAT-Einheit das Haus und tötet alle, nur Darby kommt schwerverletzt davon. Tatsächlich stellt sich heraus, dass das angebliche SWAT-Team bloß maskiert war. Trotz des Anschlags beginnt Darby mit den Ermittlungen, die sie zu einer dubiosen Sekte führen … (weiterlesen…)
Kommissar Tino Dühnfort bekommt es mit einem neuen Fall zu tun: Der Architekt Jens Flade stirbt vor seinem Büro bei einem Autounfall, der Fahrer flüchtet. Was zunächst wie ein schreckliches Unglück wirkt, entpuppt sich bald als Mord. Weniger später wird in einem See die Leiche einer ertrunkenen Studentin gefunden. Erst beim dritten Mordopfer wird klar, dass hier ein Serienmörder am Werk ist. Seine Opfer sind Menschen, die selbst einmal in tödliche Unfälle verwickelt waren. Nimmt hier jemand Rache für ihre angebliche Schuld …? (weiterlesen…)
Gerade neu erschienen ist der hochkarätige Politthriller Crash von Lorraine Adams, Herbst 2011 im Arche Literatur Verlag.
Ein Roman für Männer und für Frauen, die es hochtechnisch lieben. Ein Roman für alle, die auch mit nicht ganz simpel gehaltener Sprache umgehen können. Eine Sprache, die mit Worten und Sätzen überrascht, über die der Leser manchmal nachdenken muss. Das kann die gewöhnliche Ausdrucksweise der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Autorin sein, kann aber auch durch die Übersetzung noch forciert worden sein. (weiterlesen…)