Hakan Nesser – Sein letzter Fall

Hakan Nesser – Sein letzter Fall

Nur einen einzigen Fall konnte der Ex-Kommissar Van Veteren während seiner ansonsten tadellosen Laufbahn nicht lösen. Und auch heute noch – 15 Jahre später – lässt der Mord an Barbara Clarissa Hennan dem ehemaligen Kommissar, der mittlerweile Eigentümer eines Antiquariats ist, keine Ruhe. War es der Mann von Barbara Clarissa Hennan, dem diese Tat zwar durchaus zuzutrauen ist, dem aber nach wie vor, und nicht zuletzt aufgrund eines wasserdichten Alibis, nichts nachgewiesen werden kann? Ihn kennt Van Veeteren schon aus seiner Schulzeit und weiß, dass es sich hier um einen mehr als unangenehmen Zeitgenossen handelt.
Der Fall G, wie er polizeiintern genannt wird, gewinnt erneut an Aktualität, als 15 Jahre nach dem Mord an Barbara Clarissa Hennan eine junge Frau ihren Vater, einen ehemaligen Privatdetektiv, der damit beauftragt war, besagten G zu beschatten, als vermisst meldet. Und das kurz nachdem dieser verkündet hat, endlich eine heiße Spur in dem Fall zu haben.
Hakan Nesser gelingt es auch in diesem Buch erneut, den Leser mit soviel Information wie nötig und so wenig Information wie möglich zu versorgen und so einen kurzweiligen und vor allem spannenden Lesespaß zu garantieren. Die geschickt platzierten Informationen, mit denen Nesser seine Leserschaft versorgt, machen die Lektüre zu keinem Moment langweilig. Und wie auch in seinen anderen Büchern versteht es Nesser, einen beeindruckend hohen Sprachstil zu verwenden, weshalb auch “Sein letzter Fall” nicht einfach nur den Kriterien unterhaltsamer Kriminalromane genügt, sondern schlichtweg auch denen guter Literatur. Einziger Wehmutstropfen: Der Titel! Denn “Sein letzter Fall” bedeutet wohl, dass sich Nesser’s Leserschaft von Van Veteren und seiner unverwechselbaren Art, Kriminalfälle zu lösen, verabschieden muss. Leider.

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