Sherlock Holmes – Der Hund der Baskervilles (1902)

Sherlock Holmes – Der Hund der Baskervilles (1902)

Es ist mal wieder Classic Friday und heute besprechen wir einen absoluten Klassiker der Krimigeschichte!

England, Ende des 19. Jahrhunderts: Der junge Landarzt James Mortimer trifft als neuer Klient an den berühmten Londoner Privatdetektiv Sherlock Holmes heran. Es geht um den Tod des alten Sir Charles Baskerville, einem wohlhabenden Landadligen aus Devonshire. Auch er soll dem Fluch des Geisterhundes zum Opfer gefallen sein, der auf seiner Familie lastet. Sein Neffe Henry tritt nun das Erbe an und fürchtet sich vor dem schwarzen Geisterhund, der angeblich nach und nach alle Baskervilles heimsucht. Sein Freund James Mortimer sucht Rat bei Sherlock Holmes, um das Rätsel um den Fluch zu klären …

Sir Arthur Conan Doyles dritter Sherlock-Holmes-Roman ist sicherlich eines seiner populärsten Werke, auch dank der erfolgreichen Verfilmungen. Gleichzeitig ist es aber auch der beste Holmes-Roman, der alles vereint, was Freunde von Krimiklassikern auf ihre Kosten kommen lässt: Ein düsteres Anwesen in Dartmoor, die das unheimliche Moor, eine gruselige Sage, anonyme Drohungen, mysteriöse Todesfälle, ein ausgebrochener Mörder. Vor allem das reizvolle Dartmoor-Setting sorgt für eine intensive Atmosphäre, die den Leser hautnah in das ausgehende 19. Jahrhundert versetzt.

Überall lauern Gefahren, auch der große Detektiv selbst schwebt in Lebensgefahr und die Handlung ist so wendungsreich und unvorhersehbar, dass der Leser bis zum Schluss miträtseln darf. Seinem treuen Gehilfen Dr. Watson kommt hier eine besonders große Rolle zu, Holmes selbst ist weniger präsent als in anderen Werken. Das Zusammenspiel der beiden ungleichen Partner ist großartig in Szene gesetzt – Holmes als kühler, scharfsinniger Kriminologe und Watson als tatkräftiger Unterstützer, der wacker durch das gefährliche Moor schleicht und viel zur Lösung des Falls beiträgt. Während man Holmes eher staunend für seine Klugheit bewundert, ist der pragmatischere Watson eine sehr gute Identifikationsfigur, mit der der Leser nur zu gerne durch die Sümpfe wandert. Auch die Nebencharaktere sind so überzeugend, dass sie dem Leser noch lange nach der Lektüre im Gedächtnis bleiben werden. Der Charme des Romans setzt auch noch mehr als hundert Jahre nach seiner Entstehung markante Akzente und ist zu Recht einer der beliebtesten Klassikers des Genres.

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